Die Marburger Kinderklinik war klein, alt und auf zwei Abteilungen verteilt. Im Vergleich zum nur dreißig Kilometer entfernten Gießen wirkte sie fast wie eine Puppenkinderklinik. Für den Studentenunterricht fehlten manchmal schon die Patienten, an denen man etwas zeigen konnte.
Für mich begann die klinische Arbeit anders als vereinbart. Statt als Oberarzt eingesetzt zu werden, sollte ich zunächst noch einmal durch die Neonatologie und Intensivmedizin rotieren. Später kamen die Kinderonkologie, der Umbau der Abteilung und der alltägliche Dienstbetrieb hinzu.