Lothar Schweigerer

Ein Leben zwischen Hunsrück, Medizin, Musik und der Suche nach dem, was wirklich zählt

Vielleicht ist diese Seite am Ende kein Lebenslauf, sondern eher ein langer Spaziergang: durch Herkunft, Umwege, Menschen, Medizin, Musik und die Frage, was von alldem bleibt.

Ich bin in Morbach im Hunsrück aufgewachsen. Mein Vater war Förster, meine Mutter Hausfrau. Wir waren sechs Kinder. Eigentlich sprach wenig dafür, dass aus mir einmal ein Universitätsprofessor werden würde. In der Jugend trug ich lange Haare, hörte Rockmusik, rauchte Haschisch und machte ein mieses Abitur. Später veröffentlichte ich wissenschaftliche Arbeiten in „Nature“, wurde Ordinarius für Kinderheilkunde und leitete Universitäts- und andere große Kliniken. So kann das Leben laufen.

Trotzdem habe ich mich in manchen dieser Welten nie wirklich zuhause gefühlt. Ich hatte oft den Eindruck, anders zu denken als die Menschen um mich herum. Status, Titel und Macht haben mich nie besonders interessiert. Mich interessierten eher Freiheit, Neugier, Ideen, Menschen und die Frage, wie man ein sinnvolles Leben führt. Vielleicht bin ich innerlich immer ein Dorfjunge geblieben. Vielleicht auch einfach ein Kind.

In meinem Berufsleben war ich als Kinderarzt, Kinderonkologe und Leiter großer neonatologischer Bereiche regelmäßig mit den großen Fragen des Lebens konfrontiert: Geburt, Hoffnung, Angst, Krankheit, Tod und Abschied. Viele Gespräche mit Eltern und Kindern haben mich geprägt. Dabei verlor vieles von dem, was in der normalen Berufswelt wichtig erscheint, seine Bedeutung.

Diese Seite war ursprünglich nur als Erinnerung für meine Kinder gedacht. Keine klassische Autobiographie, sondern eher eine Sammlung von Geschichten, Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus über siebzig Jahren Leben. Inzwischen ist mehr daraus geworden. Erinnerungen an eine Kindheit im Hunsrück, an Menschen, die mich geprägt haben, an Medizin, Wissenschaft, Musik, Humor, Erfolg, Scheitern, Neugier und Zweifel.

Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, war in sehr unterschiedlichen Welten zuhause und bin doch oft eine Art Außenseiter geblieben. Vielleicht gerade deshalb beobachte ich Menschen gerne. Manche Geschichten sind ernst, andere komisch, manche melancholisch. Humor gehörte immer zu meinem Leben. Ohne Humor hält man weder eine Großfamilie noch eine Kinderklinik aus.

Musik begleitet mich seit meiner Kindheit. Wenn ich glücklich oder traurig war, setzte ich mich ans Klavier. Später kamen Rockmusik, Jazz, Bach und schließlich digitale Musikerzeugung hinzu. Musik ist für mich keine Nebensache, sondern eine andere Form des Denkens und Fühlens.

Ich weiß nicht, ob man nach einem langen Leben wirklich klüger wird. Aber man erkennt irgendwann klarer, was wichtig ist und was nicht. Vielleicht geht es am Ende gar nicht um Karriere, Macht oder gesellschaftliches Ansehen, sondern darum, neugierig zu bleiben, echte Menschen um sich zu haben und sich trotz aller Brüche selbst treu zu bleiben.

Darum geht es auf dieser Seite.

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Die Lebensreise

Die Geschichten folgen keinem strengen Plan. Aber sie haben eine Richtung: von der Kindheit im Hunsrück über Jugend, Wissenschaft und Medizin bis zu Fragen, die am Ende wichtiger werden als Titel und Ämter.

Kindheit

Freiheit, Dorfleben und frühe Prägungen.

Jugend

Außenseitertum, Musik, Schule und Rebellion.

Lebensweg

Wissenschaft, Medizin, Verantwortung und neue Welten.

Gegenwart

Beobachtungen über Menschen, Gesellschaft und Sinn.

Was geblieben ist

Erinnerungen, Menschen und die Frage, was wirklich zählt.

Musik

Songs als emotionale Erinnerungen und Reflexionen.

Kontakt

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