Für meine auf zwei Jahre begrenzte Tätigkeit in Frankfurt (Oder) wollten Hilde und ich zunächst eine zweite Wohnung beziehen. Wir fanden eine schöne Dreizimmerwohnung in der Oberstadt, in der Hilde auch ein Atelier einrichten konnte. Doch die Wohnung war angenehmer als das Umfeld. Mit der Stadt wurden wir nicht warm, die meisten Nachbarn waren abweisend, und auch nächtlicher Zigarettenrauch aus der Wohnung unter uns trug nicht gerade zum Wohlbefinden bei.
Nach ungefähr einem Jahr gaben wir die Wohnung wieder auf. Hilde blieb ohnehin lieber in Berlin, und ich entschied mich, fortan täglich zwischen Frohnau und dem Klinikum zu pendeln. Das bedeutete rund zweihundert Kilometer am Tag, auf der A10 und der A12, mit Lastwagenkolonnen, Baustellen und winterlichen Fahrten. Dafür waren wir abends wieder zu Hause.