Nach meiner Rückkehr aus San Francisco begann in Heidelberg eine recht produktive wissenschaftliche Phase. Aus den Erfahrungen in den USA entstanden neue Forschungsprojekte, eine eigene Arbeitsgruppe und schließlich Arbeiten, die international wahrgenommen wurden. Gleichzeitig lernte ich, wie schwierig es sein kann, wissenschaftlichen Erfolg und klinischen Alltag miteinander zu verbinden.
Im Deutschen Krebsforschungszentrum und später im eigenen Labor beschäftigten wir uns mit dem Neuroblastom, dem Onkogen N-myc und schließlich mit der Angiogenese – einem damals noch jungen Forschungsgebiet. Viele Ergebnisse dieser Jahre führten später zu internationalen Publikationen, Preisen und Kooperationen. In der Klinik blieb ich dagegen oft "der Wissenschaftler", obwohl ich mich gleichzeitig zum Kinderarzt entwickelte.